Natürlich kann man die Datei nur für root lesbar machen, das schützt aber nicht vor Zugriff, wenn das Speichermedium von einem anderen System (z.B. von USB-Stick oder nach Ausbau des Mediums) aus eingebunden wird.
Für Netzwerke mit Pre Shared Key (PSK) gibt es das Tool wpa_passphrase, welches unter Angabe von SSID und Password einen Hash ausspuckt, der dann anstatt des Passworts in der Konfigurationsdatei (z.B. /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf) eingetragen werden kann.
(Was nebenbei auch den Aufwand beim Verbindungsaufbau reduziert)
Bei WPA-EAP jedoch wird kein PSK benötigt, sondern ein Passwort welches dann in Phase2 zur Authentifizierung verwendet wird.
Dieses Passwort kann leider nicht mittels wpa_passphrase geschützt werden.
Wird als Phase2 MSCHAPv2 oder MSCHAP (also nicht PAP oder CHAP) verwendet kann das Password aber durch einen MD4 Hash desselben ersetzt werden. Dann wird dieser Hash anstelle des Passworts gespeichert und auch übertragen, das Passwort als Klartext liegt also zu keiner Zeit vor.
(WICHTIG: Anmerkung am Ende)
Um diesen MD4 Hash zu generieren gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Das Tool nt_password_hash aus den hostapd Quellen, siehe dazu auch mein AUR Paket (Diskussion im Forum)
- Ein kleines Python Skript (von hier)
- echo -n MY_SECRET | iconv -t utf16le | openssl md4 (auch aus obigen Link)
- evtl. weitere ...
Den so generierten Hash trägt man dann so ein:
password=hash:0BAD0...
Leider verwendet die Uni Würzburg PAP in der zweiten Phase, weshalb mir das wenig nützt.
Anmerkung
Das Passwort als Hash zu speichern erhöht nicht die Sicherheit der WLAN-Verbindung. Denn jeder, der den Hash hat, kann sich also auch verbinden.Allerdings wird auf diese Weise das Passwort geschützt, sprich ein Angreifer kann das Passwort nicht aus dem Hash errechnen und kennt es somit nicht. Gerade bei Universitätszugängen ist es ja so, dass das WLAN Passwort auch zur Accountverwaltung (mit kritischen Daten, wie etwa Bankverbindung etc) verwendet wird.
Kennt der Angreifer nur den MD4 Hash, so hat er nur Zugriff auf Logins, die auch einen MD4 Hash des Passworts erwarten.
Mit etwas Glück bleiben also die restlichen Uni Logins geschützt.
[ /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf Line 659 ]
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